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1956 eröffnete Ōyama Masutatsu in einem kleinen Gebäude hinter der Rikkyo-Universität sein erstes offizielles Dojo und nannte seinen StilKyokushin(zusammengesetzt aus den Zeichen für Kyoku = ganz, vollendet und Shin = Wahrheit). Er wählte den Namen wegen des Sprichworts: „Nach tausend Tagen Training ist man ein Anfänger, nach zehntausend Tagen ein Experte (Meister)“. Trotz des harten Trainings – es gab wenige Einschränkungen im Kampf – und der hohen Ausfallrate der Studenten stieg die Zahl seiner Schüler innerhalb eines Jahres auf gut 700 Studenten an. Die nächsten zehn Jahre baute Oyama seine Organisation auf und demonstrierte in der ganzen Welt sein Karate, um es zu verbreiten. Das erste Dojo außerhalb Japans eröffnete Bobby Lowe 1957 auf Hawaii. 1964 wurde offiziell das Kyokushin Kaikan Hombu in Ikebukuro, Tokio eröffnet. Eisaku Sato wurde zum Präsident und Oyama zum Kancho (Direktor) der IKO ernannt. Seither hat sich Kyokushin in mehr als 120 Ländern verbreitet und die Organisation wurde mit über 10 Millionen registrierten Mitgliedern - der Film "Fighter in the wind" aus dem Jahr 2004 über das Leben von Masutatsu Oyama nennt 20 Millionen Schüler in 140 Ländern weltweit - zu einer der größten Kampfkunstorganisationen der Welt. 1975 wurde die erste Weltmeisterschaft in Tokio abgehalten. 128 Wettkämpfer aus 36 Ländern beteiligten sich. Die ersten sechs Ränge gingen an Japan: 1. Katsuaki Sato, 2. Hatsuo Royama (er führt heute eine eigene Kyokushin Karate Organisation), 3. Yoko Ninomiya. Die Weltmeisterschaft inspirierte die Kyokushin-Kämpfer, und schon bald wurden in vielen Ländern die ersten nationalen Turniere ausgetragen: 1975 in Australien, Malaysia, Israel und Südafrika; 1976 in Brasilien und England; 1978 wurde die erste Europameisterschaft in London abgehalten. Im April 1994 starb Oyama im Alter von 70 Jahren an Lungenkrebs ohne einen Nachfolger benannt zu haben und ließ Akiyoshi Matsui als Verantwortlichen der IKO zurück. Dies hat viele politische und wirtschaftliche Unruhen in die Kyokushinkai Welt gebracht, was zu einer Zersplitterung der Organisation auf nationaler und internationaler Ebene führte. Auf internationaler Ebene gibt es heute mehrere IKO-Organisationen, so die IKO1 (A. Matsui), IKO2 Shinkyokushinkai (K. Midori), IKO3 (Y. Matsushima), IKO4 (T. Tezuka). So gibt es auf nationaler Ebene in Deutschland heute diverse Verbände, unter anderem den KKD (Kyokushinkai Karate Deutschland) und die DKO (Deutsche Kyokushin Organisation) und die IKOK-D (International Karate Organization Kyokushinkaikan Deutschland). Diese sind auf internationaler Ebene nicht automatisch in der IKO1, so ist die IKOK-D in der IKO1 (Kyokushinkaikan Honbu) und die DKO in der WKO/IKO2 (Midori). Es gibt neben diversen Verbänden in derselben Stilrichtung Kyokushin auch mannigfaltige Stilabspaltungen wie z.B. Kyokushin-Budo-kai oder etwa Seidokan-Karate.  Quelle: Wikipedia
Beim Betreten und Verlassen des Dojos (Trainingsraum) Grüßen durch ein lautes OSU!. Eine weitere Verbeugung zu dem höchsten Gurt im Raum (Lehrer oder Senpai) ist angemessen. Die Schüler sollen sich bemühen, pünktlich zum Unterricht zu erscheinen. Diejenigen ,die zu spät kommen, müssen sich in Richtung des Dojos verbeugen `Osu`, sich in `Seiza` hinknien , mit geschlossenen Augen `Mokusso` und gesenkten Kopf warten, bis sie vom  Meister gebeten werden sich zu erheben. Der zu spät gekommene verbeugt sich mit `Osu` und sagt `Shitsurei  Shimasu`, d.h. Entschuldigung für die Störung. Dann wird er sich hinten zur Gruppe orientiert  eingliedern und am begonnenen Training teilnehmen , wobei er  immer darauf  achtet, nicht an den anderen vorbeizulaufen (besonders nicht bei höheren Gurten), sondern hinter ihnen zu laufen, um seine Position so schnell wie möglich einzunehmen. Wegen der Verletzungsgefahr ist Schmuck (u.a. Piercing) vor dem Training abzulegen. Finger- und Zehennägel sind kurz zu halten, Kaugummi sowie Essen und Trinken sind im Dojo verboten. Verschriebene Brillen sind erlaubt, während des Kampfes ist es aber empfehlenswert , sie abzunehmen oder Kontaktlinsen zu tragen. Man sollte sich immer möglichst schnell bewegen. Kampf im Dojo ohne Anweisung des Trainers ist Verboten! Der Schüler darf während des Trainings keinen Teil seines Dogi ohne Aufforderung entfernen. Wenn er während des Trainings seinen Dogi richten muß, soll dies schnell und leise geschehen, während sich der Schüler zur Rückseite des Raumes wendet. Angemessener Respekt wird allen Gurtträgern und älteren Mitgliedern entgegengebracht. Alle Schüler sollen aufstehen und laut `Osu` sagen, wenn ein erfahrener Schüler (Senpai) oder Schwarzgurt den Raum betritt. Den Ausbilder und die ältere Mitglieder mit ihrem Titel (SENPAI, SENSEI, SHIHAN) ansprechen. Schüler sollen die Fragen und Anweisungen ihrer Lehrer oder Senpais mit einem lauten `Osu` beantworten und unverzüglich auf seine/ihre Anweisungen reagieren. Eine langsame oder gleichgültige Antwort  ist unhöflich. Während des Unterrichts sollen sich die Schüler auf die Techniken konzentrieren und ihre Augen  und Gedanken nicht abschweifen lassen. Der größte Respekt und die aufrichtigste Würdigung soll dem Lehrer und den Schülern zu jeder Zeit entgegengebracht werden. Der Schüler beginnt das Training nur mit der ihm gebührenden Ernsthaftigkeit. Es ist den Schülern zu gewissen Zeiten  nach Aufforderung oder Erlaubnis während des Unterrichtes erlaubt, sich zu setzen und zu entspannen. Das bedeutet , entweder im `Seiza`, der knienden Position oder aber  im `Anza`, mit gekreuzten Beinen, zu sitzen. Der Schüler soll während des Unterrichts nicht herumzappeln oder sich unterhalten. Traditionell ist das Dojo ein ehrbarer Platz, deshalb sollen die Schüler keine Kopfbedeckung tragen oder eine schlechte Sprache (Umgangssprache und Kraftausdrücke) wählen. Schuhe sind auf den Matten nicht erlaubt, ebenso kein Essen, Kaugummi oder Getränke. Im Trainingsraum wird nicht gegessen und nicht geraucht. Alle Schüler sollen beim täglichen Aufräumen nach dem Unterricht mithelfen. Die Schüler sollen auf ihr Dojo Acht geben wie auf einen geschätzten, besonderen Ort. Die Schüler sollen die Kameradschaft im Dojo respektieren und weder den harten Weg des Kyokushin durch verweigerndes, missbilligendes oder böswilligen Verhaltens untergraben, noch sollten sie negative Gedanken beim Kampf einbringen. Dadurch könnte Angst vor Verletzungen zusätzlich entstehen. Alle Mitglieder sollen sinnloses Getratsche und abwertende Kommentare über andere Schüler, Schulen oder Kampfkünste unterlassen. Alle Schüler sollen sich sowohl im als auch außerhalb des Dojos so benehmen, das kein schlechtes Licht auf das Kyokushinkai Karate fällt. Ganz zweifellos sollen sie die Techniken, die sie im Unterricht erlernt haben nicht anwenden, um andere absichtlich zu verletzen, es sei denn, ihr oder das Leben anderer ist in Gefahr. Die Schüler sollen bestrebt sein im täglichen Leben ausgeglichen, freundlich und zurückhaltend zu sein. In allem was sie tun, sollten sie ein gutes sprachliches und kulturelles Urteilsvermögen beweisen. Die Bedeutung von „OSU! “ Osu bedeutet Geduld, Respekt und Anerkennung. Um einen starken Körper und einen starken Geist zu entwickeln ist es notwendig rigoroses Training durchzumachen. Das Ziel des Kyokushinkai liegt nicht im Sieg oder in der Niederlage; vielmehr in der Vervollkommnung des Charakters!
Der Dojo kun (Dojo Eid) des Kyokushin wurde von Masutatsu Oyama unter Mithilfe von Eiji Yoshikawa geschrieben. Eiji Yoshikawa ist der Autor von „Musashi“ dem Buch über Japans größten Kämmpfer Miyamoto Musashi. Das Buch brachte Mas Oyama während seiner Trainingstage im Gebirge viele Anregungen. Der Dojo kun am Ende jeder Trainingseinheit - alle Schüler und Trainer knien entsprechend ihrer Rangordnung im Seiza - vom ranghöchsten Schülergrad zitiert. Der ranghöchste Schüler verkündet laut Dojo kun und zitiert dann Satz für Satz mit Pausen nach jedem Satz, in denen dieser dann von der ganzen Gruppe wiederholt wird. Eine Alternative ist das gleichzeitige Zitieren durch die Trainingsgruppe. Sowie der Dojo kun beendet ist, beginnt die Grußzeremonie. Der gleiche (ranghöchste) Schüler sagt die folgenden Grußformeln, die von allen mit einer Verbeugung und einem deutlichen OSU beantwortet werden: Shihan/Sensei ni – REI (einzeln für jede anwesenden Ranggruppe) Senpei ni - REI Otagai ni - REI Auf HAI (was in diesem Fall die Aufforderung zum Zitieren des folgenden Satzes ist) Antwortet jeder  "Domo arigato gozai mashita." Wir wollen unseren Körper und Verstand trainieren, um einen starken, unerschütterlichen Geist zu erwerben. Wir wollen die wahre Bedeutung des Weges erfahren, sodass wir zur rechten Zeit wachsam sind. Mit wahrer Ausdauer wollen wir einen Geist der Selbstlosigkeit entwickeln. Wir wollen die Regeln der Hilfsbereitschaft beachten, unsere Oberen respektieren und uns von Gewalt fernhalten. Wir wollen unseren Glauben bewahren und nie die wahre Tugend der Demut vergessen. Wir wollen nach Weisheit und Stärke streben und nicht nach anderem verlangen. Solange wir leben, wollen wir durch Karate die wahre Bedeutung des Weges erkennen.
a Age Oben, nach oben Ago Das Kinn Ago-uchi (=Seiken Ago-uchi) Kurzer, gerader Schlag zum Kinn des Gegners Ashi Das Bein, der Fuß Atama Der Kopf, der Scheitel c Chudan Ist die Bezeichnung der mittleren Stufe, die von den Schultern bis zum Gürtel reicht Chusoku Es wird mit dem Vorderfußballen gestoßen, die Zehen sind dabei nach oben aufgerichtet d Dan Stufe/Grad (beim schwarzen Gürtel) Dojo Bezeichnet das Hauptquartier oder die zentrale Übungshalle einer Kampfkunst oder Kampfsportart f Fudo-dachi Wie Heiko-dachi, jedoch mit nach außen gerichteten Fußspitzen g Ganmen Das Gesicht Gedan Ist die untere Körperregion, sie reicht vom Gürtel abwärts und umfasst Unterkörper sowie Beine Geri Bei den Geri Techniken wird immer zuerst bei abgewinkeltem Bein das Knie angehoben und dann erst das Bein durchgestreckt Go [go] Zahl 5 Gyaku Seitenverkehrt zum vorderen Fuß Gyaku-zuki Wie Oi-zuki, wird aber mit der Hand auf der Seite des hinteren Fußes ausgeführt. Hierbei ist der Einsatz des Oberkörpers sehr wichtig, um Reichweite und Schlagkraft zu erlangen. Der hintere Fuß wird auf dem Vorderfußballen aufgestellt (Chusoku) und seine Ferse nach außen gedreht, was ebenso der Reichweite und Kraft des Schlages zu gute kommt h Hach [hatsch] Zahl 8 Haisoku Dabei wird der Fuß so nach unten gestreckt, dass der Rist (Fußspann) die Verlängerung des Schienbeins bildet. Der Rist ist dabei auch die Schlagfläche Haito Ist die Handinnenkante, bei dieser Technik wird der Daumen entlang der ausgestreckten Hand nach innen abgewinkelt und mit der Handinnenkante im Bereich der Mittelhandknochen geschlagen Hajime Beginnt! Kampfbeginn Heiko-dachi Beim Heiko-dachi stehen die Füße etwa schulterbreit auf gleicher Höhe parallel geradeaus nach vorne gerichtet. Die Beine sind ganz leicht gebeugt, hierbei kann der Körper durch Anspannen sämtlicher Muskeln in isometrischer Spannung gehalten werden Heisoku-dachi Bei dieser einfachen Stellung sind die Beine geschlossen und die Knie nur ganz leicht gebeugt, die Füße stehen dicht beeinander parallel und zeigen gerade nach vorne. Der Körper kann dabei in isometrischer Spannung gehalten werden, indem man sämtliche Muskeln anspannt Hidari Links, nach links Hiji Der Ellbogen Hiji Age-uchi Aufwärts geführter Ellbogenstoß, meist zum Kinn des Gegners Hiji Chudan-ate Seitlich zum Rumpf des Gegners ausgeführter Ellbogenschlag Hiji Jodan-ate Seitlich zum Kopf des Gegners ausgefürter Ellbogenschlag Hiji Oroshi-uchi Abwärts geführter Ellbogenstoß, bei dem die Faust zum Ausholen hinter den Kopf geführt und der Unterarm während des eigentlichen Stoßes senkrecht gehalten wird Hiji Ushiro-uchi Nach hinten gerichteter Ellbogenstoß Hiza Das Knie Hiza-geri (=Mae-hiza-geri) Ein gerader Tritt nach vorne, der mit dem Knie ausgeführt wird. Bei dieser Technik ist ein starker Hüfteinsatz sehr wichtig Hizo Die Milz i Ibuki Durch Praktizieren von Ibuki, einer Bauchatemtechnik, kann man sein Lungenvolumen vergrößern und das Atemsystem reinigen, es kommt zur Aufnahme reinen Sauerstoffs, der wiederum unmittelbar in den Blutkreislauf übergeht.
Ibuki trägt aber auch zur Abhärtung des Körpers bei, und zwar in Form von Kräftigung des Bauches und des Zwerchfelles. Das Zwerchfell ist für den Kampfkünstler eine sehr wichtige Kraftquelle Ich [itsch] Zahl 1 j Jodan Bezeichnet die obere Stufe, diese umfasst Kopf und Hals Ju [dschu:] Zahl 10 Jun-zuki Tsuki zur Seite, der mit 90° gedrehtem Oberkörper gestoßen wird. Ausführung nach Jodan und Chudan k Kakato Dies bezeichnet alle Techniken, bei denen mit der Ferse getreten wird Kakato-geri Ein gerader Stoßtritt nach vorne. Wie Mae-geri, jedoch Ausführung mit der Ferse nach Gedan Kake-dachi Bei dieser Stellung sind Ober- und Unterkörper in entgegengesetzte Richtung verdreht. Während also der Kopf zur einen Seite schaut, steht der Standfuß senkrecht zur Blickrichtung einwärts gerichtet, und der andere Fuß wird hinter dem Körper vorbei in Blickrichtung auf dem Vorderfußballen aufgestellt. Dabei lasten 90% des Körpergewichts auf dem Standbein, das zweite Bein stützt die Stellung nur leicht ab, und beide Knie sind leicht gebeugt. Isometrische Körperspannung stellt man her, indem man die Knie zusammen zieht und die Hüfte nach vorne in Blickrichtung dreht, wobei die Beine leicht gebeugt bleiben müssen Kamaete Kampfbereit! Kampfstellung (wieder) einnehmen Kanku Das offizielle Symbol der Kyokushinkaikan. Es symbolisiert die vollkommene Verbindung von Kraft und Geist. wörtliche Übersetzung: "In den Himmel blicken" Kansetsu-geri Ein abwärts zum Knie geführter Stampftritt, Ausgangsstellung ist Tsuru-ashi-dachi, Schlagfläche ist Sokuto Karate Wörtliche Übersetzung: "Leere Hand" Karate-Gi Karate Anzug Kata Heißt wörtlich Form und bezeichnet komplexere Übungsabläufe, die in jedem Schritt exakt vorgegeben sind und möglichst perfekt ausgeführt werden sollen. Das ist eine große Herausforderung für Körper und Geist, denn eine perfekt ausgeführte Kata erfordert ein hohes Maß an Konzentration und Koordination, aber auch Kondition ist dabei durchaus gefragt Keage Bei den Keage Techniken ist das Bein vom Beginn bis zum Ende der Ausführung durchgestreckt Kiai Kampfschrei Kiba-dachi Die sogenannte Reiterstellung, bei der die Füße parallel und gerade nach vorne gerichtet in etwa zweifacher Schulterbreite stehen. Dabei sind die Beine so stark gebeugt, dass man sozusagen in eine hockende Position, wie beim Sitzen auf einem Pferderücken, kommt. Der Rücken muss aufrecht und gerade bleiben Kihon Bedeutet so viel wie Grundschule und umfasst demnach sämtliche Übungen, in denen die Grundtechniken des Karate trainiert werden Kin-geri Ein gerader Schnapptritt nach vorne, Haisoku Koken Handgelenk Kokutsu-dachi Die zurück gelehnte Haltung. Die Füße stehen seitlich nur wenige Zentimeter versetzt etwa zwei Fußlängen entfernt hintereinander, wobei die Ferse des vorderen Fußes etwas angehoben ist, sodass nur der Vorderfußballen und die Zehen den Boden berühren. Der hintere Fuß ist dabei 45° nach außen gerichtet, die Gewichtsverteilung beträgt 70% auf dem hinteren und 30% auf dem vorderen Fuß. Das vordere Bein wird so gebeugt, dass das Knie sich vertikal über der Mitte des Fußes befindet, das hintere Bein soll nur leicht gebeugt werden, damit man in einer kraftvollen Position bleibt, aus der man komfortabel verschiedenste Techniken ausführen kann. Isometrische Körperspannung erreicht man ähnlich wie bei Zenkutsu-dachi, indem man den vorderen Fuß nach hinten und den hinteren Fuß nach vorne zieht Ku [ku] Zahl 9 Kubi Mawashi-geri Ein Mawashi-geri zum Hals des Gegners, Haisoku Kumite Bezeichnet sowohl das Kampftraining als auch das eigentliche Kämpfen bei Wettkampfveranstaltungen Kyokushinkai Wörtliche Übersetzung: "Höchste Wahrheit" Kyu Schülergrad m Mae Geradeaus nach vorne Mae-geri Ein gerader Stoßtritt nach vorne, Chusoku. Ausführung meist nach Chudan, jedoch auch Jodan Mae-keage Ein gerader Tritt nach vorne aufwärts, Chusoku Masutatsu Oyama (= Mas Oyama) Gründer des Kyokushinkai Karate (geb. 27. Juli 1923 Korea , gest. 26. April 1994) Mawashi Kreisförmig, halbkreisförmig Mawashi-geri Ein halbkreisförmiger Tritt nach vorne, der den Gegner von der Seite trifft. Das Knie wird zuerst möglichst weit angehoben, dann der Unterschenkel zur Waagrechten ausgedreht, wobei das Becken aufgerichtet und der Standfuß am Boden um etwa 90° nach außen gedreht wird, sodass der eigentliche Tritt nun mit vollem Einsatz der Hüfte erfolgen kann. Wird meist mit Haisoku, aber auch mit Chusoku getreten. Die Ausführung nach Gedan wird auch als Lowkick bezeichnet Mawashi-hiza-geri Ein halbkreisförmiger Tritt nach vorne, der mit dem Knie ausgeführt wird. Die Technik gleicht im Prinzip dem Mawashi-geri, jedoch wird das Bein nicht zum Treten ausgestreckt, sondern der Tritt direkt mit dem Knie durchgeführt Mawashi-zuki (=Seiken Mawashi-zuki) Halbkreisförmiger Fauststoß mit abgewinkeltem Arm, der nach Jodan und Chudan ausgeführt wird. Der Gegner wird dabei von der Seite getroffen Mawate Wenden! Richtungswechsel, zur anderen Seite Migi Rechts, nach rechts Mokuso Meditation (Augen schließen und den Kopf von allen Gedanken befreien) Moro-ashi-dachi Wie Heiko-dachi, jedoch steht einer der Füße knapp vor dem anderen. Die Beine sind dabei leicht gebeugt. Isometrische Körperspannung erreicht man, indem man den vorderen Fuß gerade nach hinten und den hinteren Fuß gerade nach vorne zieht, wobei man die Knie leicht nach außen drückt und die Gesäßbacken nach oben zieht Morote-zuki Gleichzeitig mit beiden Armen gestoßener Tsuki direkt nach vorne. Kann nach Jodan, Chudan und Gedan ausgeführt werden Musubi-dachi Diese Stellung unterscheidet sich von Heisoku-dachi lediglich dadurch, dass die Füße jeweils etwa 25-30° nach außen zeigend gerichtet werden, wobei die Fersen geschlossen bleiben n Nagare Fließend ausführen! Ausführen einer Folge von Techniken ohne Unterbrechung (z.B. Kata) Naore Ausgangsstellung! Anfängliche Bereitschaftsstellung einnehmen (nach Kata) Neko-ashi-dachi Die Katzenfußstellung. Die Füße stehen seitlich nur wenige Zentimeter versetzt direkt hintereinander, wobei die Ferse des vorderen Fußes möglichst weit angehoben ist, sodass nur der Vorderfußballen und die Zehen den Boden berühren. Der hintere Fuß ist dabei 45° nach außen gerichtet, die Gewichtsverteilung beträgt 90% auf dem hinteren und 10% auf dem vorderen Fuß.
Das vordere Bein wird so gebeugt, dass das Knie sich vertikal über den Vorderfußballen befindet, das hintere Bein soll wie bei Kokutsu-dachi nur leicht gebeugt werden, damit man in einer kraftvollen Position bleibt, aus der man komfortabel verschiedenste Techniken ausführen kann. Isometrische Körperspannung erreicht man ähnlich wie bei Kokutsu-dachi, indem man den vorderen Fuß nach hinten und den hinteren Fuß nach vorne zieht Ni [ni] Zahl 2 Nihon Nukite Bei dieser Technik werden entweder der kleine Finger und der Ringfinger sowie der Mittel- und der Zeigefinger zusammen gehalten und diese beiden Fingerpaare voneinander weg gespreizt oder man hält die drei Finger vom kleinen bis zum Ringfinger zusammen und spreizt nur den Zeigefinger ab Nogare Nogare ist eine Methode, seine Atmung nach erfolgter Anstrengung unter Kontrolle zu bringen und zu beruhigen Nukite Ist die sogenannte Speerhand, bei dieser Technik wird mit den Spitzen der ausgestreckten Finger gestoßen. Der Daumen ist dabei abgewinkelt und eng an die Handinnenkante angelegt Nukite Techniken werden typischerweise gegen die empfindlichsten Stellen des Körpers gerichtet, wo ein Angriff mit sehr kleiner Schlagfläche enorme Wirkung zeigt o Oi-zuki Dies ist ein gerader Fauststoß direkt nach vorne, der nach Jodan, Chudan und Gedan ausgeführt werden kann. Gestoßen wird mit der Hand auf jener Körperseite, deren Fuß sich in der momentanen Stellung vorne befindet Oroshi Unten, nach unten Osu Gruß, Bestätigung von Befehlen Otogai-ni-rei Verbeugung zur Gesamtheit aller anderen Anwesenden r Ritsu-rei Stehen Rok [rok] Zahl 6 s Sakotsu Das Schlüsselbein San [ßan] Zahl 3 Sanbon Dreifach Sanchin-dachi Die sogenannte Dreiecksstellung. Die Füße stehen etwa schulterbreit, wobei sich die Ferse des vorderen Fußes knapp vor den Zehenspitzen des hinteren befindet. Beide Fußspitzen sind nach innen gedreht und beide Beine im selben Winkel gebeugt, sodass der Körperschwerpunkt im Zentrum der Standfläche liegt. Die korrekten Winkel sind gegeben, wenn sich der Kreuzungspunkt zweier gedachten Geraden entlang der Außenseiten der Füße genau unter der Endposition der Fäuste nach Ausführung eines Morote-zuki befindet, also eine Armlänge entfernt geradeaus vor dem Körper.
Die isometrische Körperspannung wird hergestellt, indem man beide Beine in Richtung des gedachten Zentrums der Standfläche zieht, welches genau unter dem Körperschwerpunkt liegt. Dabei ist die korrekte Beugung der Knie besonders wichtig; beide Knie sollen wie die Füße zur Spitze des gedachten Dreiecks zeigen. Besondere Beachtung ist der Anspannung im Unterkörper zu schenken Seiken Faust Seiza Setzt Euch! (Einnehmen der Zazen-Sitzposition) Sempai-ni-rei Verbeugung zum Sempai, dem ranghöheren Karateka Sensei-ni-rei Verbeugung zum Sensei, dem Meister Shi [schi] Zahl 4 Shich [schitsch] Zahl 7 Shihan-ni-rei Verbeugung zum Shihan, dem Großmeister Shiko-dachi Wie Kiba-dachi, jedoch zeigen die Fußspitzen im Winkel von 45° nach außen Shita-zuki Tiefschlag nach vorne mit umgekehrter Faust, das heißt, diese wird beim Schlagen so gedreht, dass der Daumen oben ist. Diese Technik wird nur nach Chudan ausgeführt Shomen-ni-rei Verbeugung zum Shomen, der Vorderseite des Dojos, zum Ehrenplatz Shotei Ist der Handballen, bei dieser Technik wird die Handfläche nach oben abgewinkelt und mit dem Ballen geschlagen Shotei Morote-zuki Synchron beidarmig stoßende Handballentechnik, die ebenfalls nach allen drei Stufen ausgeführt werden kann Shotei-uchi Kurzer Schlag mit dem Handballen nach vorne. Kann nach Jodan, Chudan und Gedan ausgeführt werden. Bei Ausführung nach Gedan wird die Hand umgekehrt gehalten, sodass die Finger nach unten gerichtet sind Shushin-ni-rei Verbeugung zum Hauptrichter eines Wettkampfes Shuto (kurz Sto) Karatetypische Handkantentechnik. Schlagfläche ist dabei die Außenkante der Hand, also jene Seite, an der sich der kleine Finger befindet Shuto Ganmen-uchi Handkantenschlag zum Gesicht, bei dem hinter dem Kopf ausgeholt wird Shuto Hizo-uchi Seitlicher Handkantenschlag zur Milz des Gegners Shuto Sakotsu-uchi Handkantenschlag gegen das Schlüsselbein des Gegners. Auch hierbei wird hinter dem Kopf ausgeholt Shuto Sakotsu-uchi-komi Kurzer, federnder Handkantenschlag direkt nach vorne zum Schlüsselbein Sokuto Dabei wird der Fuß im rechten Winkel zum Unterschenkel gehalten und die Fußsohle nach innen gedreht, sodass die Fußaußenkante die Schlagfläche bildet. Die große Zehe ist aufgerichtet, die anderen Zehen zeigen nach unten Soto Außen, von außen Soto-mawashi-keage (=Soto-keage) Halbkreisförmig von außen nach innen geführter Tritt nach vorne, Teisoku Sune Hierbei wird das Schienbein als Schlagfläche eingesetzt t Tate-zuki Wie Oi-/Gyaku-zuki, jedoch mit senkrecht gehaltener Faust. Bei Ausführung nach Jodan wird die Hand von der senkrechten Stellung aus um 45° nach innen gedreht (also die linke Hand im und die rechte gegen den Uhrzeigersinn) Teisoku Der Fuß ist wie bei Haisoku nach unten gestreckt, wird jedoch umgekehrt gehalten, sodass mit der Fußsohle getreten werden kann Tettsui "Hammerfaust", bei der die Kleinfingerseite der Faust wie ein Hammer eingesetzt wird Tettsui Hizo-uchi Seitlicher Tiefschlag zur Milz des Gegners Tettsui Kome-kami Auch bei diese Technik wird mit der Faust hinter dem Kopf ausgeholt, der Schlag erfolgt jedoch seitlich zum Kopf, wobei das Handgelenk überstreckt wird Tettsui Oroshi-uchi Schlag zum Kopf von oben nach unten, bei dem mit der Faust hinter dem Kopf ausgeholt wird Tettsui Yoko-uchi Seitlich ausgeführter Hammerfaustschlag. Kann nach Jodan, Chudan und Gedan gerichtet werden Tobi Bei den Tobi Techniken wird während der Flugphase eines Sprunges ein Tritt mit dem Bein ausgeführt Tobi Hiza-geri Wie Hiza-geri, wird jedoch im Sprung ausgeführt Tobi Mae-geri Wie Mae-geri, wird jedoch im Sprung ausgeführt Tobi Mawashi-geri Wie Mawashi-geri, wird jedoch im Sprung ausgeführt Tobi Ushiro-geri Wie Ushiro-geri, wird jedoch im Sprung ausgeführt Tobi Yoko-geri Wie Yoko-geri, wird jedoch im Sprung ausgeführt Tsuru-ashi-dachi Die Kranichfußstellung. Dabei steht man auf einem Bein, während der zweite Fuß auf Kniehöhe angehoben ist. Der Blick ist zur Seite des gehobenen Beines gerichtet, dessen Oberschenkel parallel zum Boden und der Fuß in Sokuto-Haltung, wobei man die große Zehe nach oben und die kleine Zehe nach unten zieht, als wollte man einen Yoko-geri ausführen u Uchi Innen, von innen Uchi-hachi-ji-dachi Wie Heiko-dachi, jedoch mit leicht nach innen gerichteten Fußspitzen. Die isometrische Körperspannung erreicht man, indem man die Beine (mit Hauptaugenmerk auf den Fersen) nach innen, also zur Mitte der Standfläche hin, anspannt. Das ist sehr gut für die Entwicklung der Muskulatur der gesamten unteren Körperhälfte Uchi-mawashi-keage Halbkreisförmig von innen nach außen geführter Tritt nach vorne, Haisoku Ura Umgekehrt, verkehrt Uraken Umgekehrte Faust; Schlagfläche sind wie bei Seiken die Knöchel von Mittel- und Zeigefinger, allerdings nicht auf der Stirnseite der Faust, sondern auf der Handrückseite Uraken Hizo-uchi Seitlicher Tiefschlag zur Milz des Gegners Uraken Mawashi-uchi Halbkreisförmiger Handrückenschlag zum Kopf, bei der Kihon-Variante wird mit der Hand bis hinter dem Rücken ausgeholt Uraken Oroshi-uchi Schlag zum Kopf von oben nach unten, bei dem mit der Faust hinter dem Kopf ausgeholt wird Uraken Sayo-uchi Federnder Handrückenschlag zur Seite, bei dem nur der Unterarm bewegt wird Uraken Shomen-uchi Kurzer Handrückenschlag nach vorne zum Kopf des Gegners Ushiro Hinten, nach hinten Ushiro-geri Ein gerader Stoßtritt nach hinten, Kakato oder Sokuto Ushiro-keage Ein gerader Tritt nach hinten aufwärts, Kakato oder Sokuto Ushiro-mawashi-keage Eine Beintechnik mit gleichzeitiger 360° Drehung. Während der ersten halben Drehung bleiben beide Füße am Boden und der Kopf geht der Drehung voran, sodass der gesamte Körper die Spannung für den folgenden Kick aufbaut. Der halbkreisförmige Tritt zum Gegner wird nun während der zweiten Hälfte der Drehung ausgeführt, wobei das schlagende Bein der Drehung voran geht und somit der Tritt bereits erfolgt, solange man noch verkehrt zum Gegner steht. Schlagfläche ist dabei Teisoku oder Kakato y Yame Aufhören! Kampfabbruch oder -unterbrechung Yoi Achtung! (Bereitschaftsstellung einnehmen) Yoko Seitlich, zur Seite Yoko-geri Ein gerader Stoßtritt zur Seite, Sokuto. Die Zwischenstellung bei der Ausführung dieser Technik ist identisch mit Tsuru-ashi-dachi Yoko-keage Ein gerader Tritt zur Seite aufwärts, Sokuto Yonhon Nukite Hierbei sind alle vier Finger dicht zusammen gehalten z Za-rei Sitzen Zenkutsu-dachi Die nach vorne gelehnte Haltung. Ein Fuß steht geradeaus gerichtet etwas seitlich vor dem Körper, das Bein ist abgewinkelt. Das andere Bein ist nach hinten durchgestreckt, wobei der Fuß etwa zwei Schultern breit hinter dem vorderen und seitlich in schulterbreitem Abstand mit 45° nach außen gerichtete Fußspitze platziert wird. Das Körpergewicht soll zu 60% auf dem vorderen und zu 40% auf dem hinteren Fuß ruhen.
Zum Erreichen der isometrischen Körperspannung zieht man in Richtung von zwei imaginären parallelen Linien den hinteren Fuß gerade nach vorne und den vorderen Fuß gerade nach hinten
Gürtelsystem In vielen Organisationen ist diese Staffelung der Rangfolge üblich, wobei schwarze Gürtel pro Dan-Grad einen goldenen Streifen tragen: Beginner  Weiß 10. und 9. Kyu Orange 8. und 7. Kyu Blau 6. und 5. Kyu Gelb 4. und 3. Kyu Grün 2. bis 1. Kyu Braun 1. bis 10. Dan Schwarz Innerhalb einer Gürtelfarbe wird bei Schülergraden abhängig von der Organisation für den jeweils höheren Grad innerhalb der Farbe ein Streifen des nächsten Kyu auf dem Gürtel verwendet (Beispiel 9. Kyu: Orange mit blauen Streifen, 7. Kyu: Blau mit gelben Streifen). Gürtelfarben Die Varianten des Gürtelsystems sind verbandsspezifisch, z.B. gibt es zwischen den Organisationen zum dem Punkt des weißen Gürtels Unterschiede: So müssen Schüler in einigen Verbänden sich den weißen Gürtel durch eine Prüfung (10.Kyu) verdienen, während erst der 9.Kyu die Farbe orange trägt. In anderen wird dieser ranglos ohne Prüfung vergeben. Unterschiede gibt es auch innerhalb einer Gürtelfarbe: Es kann für den höheren Kyu derselben Farbe - in dem Fall 9.,7.,5.,3.,1. Kyu auf dem Gürtel den höheren Rang sichtbar machen.
Rot wird in einigen Organisationen als Farbe für Schülergrade nicht vorgesehen, sondern orange (rot ist als Gürtelfarbe den Großmeistern vorbehalten).